Beckenbodentherapie

Die Beckenbodentherapie wendet sich an Menschen jeden Alters, die Funktionsstörungen des Beckenbodens und der Ausscheidungsorgane haben.

Die Ursachen können sehr vielfältig sein.

Das häufigste Symptom weswegen eine Therapie eingeleitet wird, ist die Inkontinenz. Wir unterscheiden dabei Belastungsinkontinenz und Dranginkontinenz.

Bei Kindern können Reifestörungen oder anatomische Veränderungen zu einer verzögerten Blasen – oder Darmkontrolle führen.

Ist ein Kind über das 5. Lebensjahr hinaus noch nicht „trocken“ , sollte man einen Arzt hinzuziehen und das Kind einer Therapie zuführen, die neben andern Maßnahmen auch eine funktionelle Beckenbodentherapie beim speziell ausgebildeten Physiotherapeuten , der sich auch mit der Behandlung von Kindern auskennen sollte, beinhaltet.

Hierbei werden Funktion und Anatomie kindgerecht erklärt sowie gezielte Übungen und Verhaltenstraining angeboten. Die Eltern werden selbstverständlich in die Therapie einbezogen.

 

Bei Frauen können in den unterschiedlichen Lebensphasen ganz verschiedene Gründe eine Beckenbodentherapie notwendig machen.

Schwangerschaft und Geburt bringen oft Probleme mit sich und können zu Senkungsbeschwerden, Schmerzen und auch Inkontinenz führen. Die Inkontinenz kann Blase und / oder Darm betreffen.

 

Nach operativen Eingriffen z.B. Hysterektomien (Entfernung der Gebärmutter) oder auch nach Operationen zur Behebung von Senkungen oder Funktionsstörungen der Blase oder des Darmes, wird eine Beckenbodentherapie sinnvoll zur vollständigen Rehabilitation angewendet. Präoperativ angeleitete Patientinnen haben einen Vorteil.

Die Beckenbodentherapie wird dann individuell den Beschwerden angepasst.

Gezielte Übungen, Verhaltenstraining bezüglich trinken, Toilettenverhalten, Verhalten im Alltag und beim Sport immer in Bezug zum Beckenboden.

Wenn notwendig begleitet die Physiotherapeutin auch zusätzliche Maßnahmen wie Elektrotherapie und Biofeedback, welches ärztlich verordnet werden kann.

 

Bei Männern findet die Beckenbodentherapie Anwendung nach Operationen z.B. der Prostata, wenn infolge der Operation eine Inkontinenz auftritt. Sehr sinnvoll ist eine präoperative Anleitung der Beckenbodentherapie.

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